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Was sind die Aspekte, die bei der Wasserqualität berücksichtigt werden

Um die Wasserqualität von Gewässern zu bewerten, gibt es nicht ein einzelnes Verfahren. Vielmehr ist es ein Konglomerat verschiedener Tests und Kennzahlen, die zusammengefasst einen guten Blick auf die Wasserqualität bieten. Grundsätzlich gibt es die folgenden Prüfungsbereiche:

  • Biologische Prüfungen
  • Physikalische Prüfungen
  • Chemische Prüfungen

Eine europäische Richtlinie kombiniert dabei unterschiedliche Prüfungen und versucht diese, auf eine Skala herunterzubrechen, die ähnlich der Schulnoten aufgebaut ist. Ziel ist es, mindestens alle Gewässer im Bereich der EU auf den zweitbesten Wert, “gut”, zu bringen.

Ohne jetzt in die Details einzugehen, sind die folgenden Kriterien Teil der Bestimmung der Wasserqualität: Chemische Belastung des Wassers (etwa Phosphor und Nitrat), Temperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Organismen, Plankton und vieles mehr.

Wichtig bei der Bestimmung ist es zu beachten, was das Ziel und die Verwendung des Wassers ist. So ist ein Gewässer, welches als Reservoir für Trinkwassergewinnung genutzt wird natürlich strengeren Anforderungen unterworfen, als ein Baggersee, der ausschließlich zum Baden genutzt wird.

Warum hat sich die Wasserqualität von Seen verbessert?

Ein wichtiger Aspekt ist die Verbesserung der Abwasserbehandlung. Früher wurden industrielle Abwässer gar nicht oder nur ungenügend gereinigt, bevor diese in Flüsse und Seen eingeleitet wurden. Durch die technische Entwicklung hat sich der Zustand deutlich verbessert. Dies ist aber leider nur punktuell. Auf der einen Seite sind Gewässer in Deutschland nicht isoliert. So gehen Flüsse durch mehrere Länder. Sind dort die Gesetze nicht so streng, dann wird das Gewässer bei uns ebenso verunreinigt. Andererseits nimmt die Bevölkerungsdichte in Deutschland zu. Das führt dazu, dass mehr Nahrung angebaut wird und ebenso mehr Düngemittel eingesetzt werden. Der Einsatz von Düngemitteln ist eine große Herausforderung bei der Verbesserung der Wasserqualität in Deutschland. Auch führt die zunehmende Bevölkerungsdichte dazu, dass das Ignorieren von Umweltschutzmaßnahmen durch den einzelnen Bürger wahrscheinlicher wird und so der Umwelt mehr Schaden entsteht. Wer aber noch das Fischsterben im Rhein vor Augen hat, wie es in den 1980er-Jahren die Nation schockiert hat, der sieht, dass sich seit damals viel getan hat, was die Wasserqualität von Seen angeht.

Was können wir tun, um die Wasserqualität von Seen auch in Zukunft zu verbessern?

Auch wenn die Wasserqualität von Seen gut ist, könnte sie immer noch besser sein. Auch gibt es Gefahren, die die Seen weiter belasten. Am Ende kann jeder von uns etwas tun. Die beginnt schon damit, Müll nicht achtlos wegzuwerfen. Müll verschandelt nicht nur optisch die Seen, er kann auch zur Falle für Wasserlebewesen werden. Löst sich der Müll auf, können Schadstoffe ins Wasser gelangen.

Auch Unternehmen können ihre Filteranlagen verbessern. Es ist verständlich, dass Unternehmen gewinnorientiert agieren (und das ist auch gut so!). So könnte man in die Offensive gehen und den Einbau neuer Filteranlagen zur Abwasserbehandlung an die Kunden und Geschäftspartner kommunizieren und so ein positives Image aufbauen. Da Kunden immer mehr umweltorientiert denken, werde diese den Mehrpreis bei Gütern in Kauf nehmen.

Die Gesetzgebung in Deutschland ist bereits streng was den Umweltschutz angeht. Durch Bürgerinitiativen ist es möglich, weitere Entwicklungen, gerade vor Ort, anzustoßen.